In keiner anderen Krisensituation hat das Fernsehen eine derart exponierte Schlüsselrolle gespielt wie bei den Live-Übertragungen der tragischen Terroranschläge auf New York und Washington. Indem ein solches Krisenereignis vom ersten Moment an öffentlich bewertet und durch mediale Formgebungen �gebändigt� wird, übernimmt das Fernsehen eine ungeahnte Orientierungsfunktion. Wie aber konstruiert es den Übergang von der Live-Katastrophe zum Medienereignis?
Das Buch wirft einen genaueren, auch für Medienpraktiker interessanten Blick auf das Doppelgesicht des Krisenfernsehens, das einerseits dem offensichtlichen Kalkül einer terroristischen Kommunikationsstrategie folgt, wenn es Attentätern ein mediales Forum bietet und öffentlich Panik verbreitet. Andererseits bietet das Fernsehen Halt und Hilfe, indem es die Zuschauer auf gemeinsame Themen und rituelle Handlungen verpflichtet |