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Klaus Sachs-Hombach (Hrsg.)
Bildwissenschaft zwischen Reflexion und Anwendung
2005, 568 S., engl. Broschur, 142 x 213 mm
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| Obwohl Bilder eine enorme Aufwertung nicht nur in Kultur und Medien, sondern auch in der Wissenschaft selbst erfahren haben, fehlt es bislang nicht nur an einer übergreifenden Konzeption des Bildbegriffs; kontrovers ist ebenfalls, in welchem Sinn von Wissenschaft es eine Bildwissenschaft überhaupt geben kann oder geben sollte. Zur Klärung dieser Frage setzte sich die internationale Fachkonferenz "Bildwissenschaft zwischen Reflexion und Anwendung" drei übergeordnete Ziele: (1) einen Austausch der Bildforscher über ihre jeweiligen Ansätze, Theorien, Methoden und Erwartungen zur Bildthematik zu ermöglichen, (2) eine grundlagentheoretische Reflexion mit den jeweiligen Anwendungen zu vermitteln und (3) erste Schritte zur Institutionalisierung einer allgemeinen Bildwissenschaft zu unternehmen.Die innovativen und auf Repräsentativität abzielenden Ergebnisse dieser Fachkonferenz werden im vorliegenden Band verfügbar gemacht. |
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Verlagsinformation
Bildwissenschaft als interdisziplinäres Unternehmen Klaus Sachs-Hombach hat unter H-Soz-u-Kult seine Bemühungen um die Etablierung einer Bildwissenschaft vorgestellt:
"Weitgehend unbestritten ist, dass
Bildern ein enormer (und weiter zunehmender) Einfluss in den
unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft zukommt. Das galt immer
schon für Religion, Kunst und Politik, es gilt mittlerweile aber im
gleichen Maße für alle Bereiche des Sozialen wie auch für Ökonomie und
Wissenschaft. Strittig ist aber nach wie vor, wie dieser Einfluss zu
bewerten ist. Hierin lassen sich seit den berühmten Bilderstreiten und
Bilderstürmen zwischen Ikonodulen und Ikonoklasten auffällig
entgegengesetzte Auffassungen ausmachen. Das mag damit zusammenhängen,
dass ebenfalls nach wie vor ungeklärt ist, ob es eine wissenschaftliche
Erforschung der Bilder überhaupt geben kann. Obschon im letzten
Jahrzehnt wiederholt der Ausdruck "Wende" im Zusammenhang mit der
verstärkten Hinwendung auf das Bildthema bemüht (und damit eine
Analogie zur methodologisch-wissenschaftlichen Bedeutung des linguistic
turn nahegelegt) wurde, blieb entsprechend unklar, in welchem Sinn von
Wissenschaft eine Bildwissenschaft möglich ist. Dieser Frage gelten
meine philosophisch orientierten Ambitionen seit etlichen Jahren. Im
folgenden möchte ich einige sehr allgemeine Aspekte vorstellen, die mit
der Klärung des Begriffs der Bildwissenschaft verbunden sind. Sie
betreffen den wissenschaftlichen Status der Bildforschung, ihre
interdisziplinäre Verfasstheit sowie die Möglichkeiten ihrer
Institutionalisierung."
Den ganzen Artikel finden Sie unter H-Soz-u-Kult. |
| Rezension
portalkunstgeschichte.de
Im vorliegenden Aufsatzband sind eine Reihe von Vorträgen versammelt,
die anlässlich des Kongresses „Bildwissenschaft zwischen Reflexion und
Anwendung“ (24.-28. September 2004 an der Otto-von-Guericke Universität
Magdeburg) gehalten wurden und deren Themen die Dimensionen der
Bildwissenschaft ebenso ausloten wie auch ihre Umsetzung und Anwendung
am konkreten Bild. Der Herausgeber Klaus Sachs-Hombach hält einleitend
im Vorwort fest, dass „Bilder […] teilweise zum unentbehrlichen
Werkzeug, teilweise zum Gegenstand intensiver Forschung der
verschiedensten Disziplinen geworden [sind].“ (Sachs-Hombach, S. 10)
Grundlegendes Dilemma sei allerdings, dass trotz intensiver Anwendung
von Bildern in den einzelnen Wissenschaftsdisziplinen, bisher keine
„übergreifende Konzeption“ beziehungsweise keine einheitliche
Definition des Bildbegriffs entwickelt wurde. Mit den einzelnen
Aufsätzen wurde daher der Ansatz verfolgt, die verschiedenen relevanten
Positionen der Bildforschung zusammen zu tragen, die
grundlagentheoretischen Reflexionen zu vermitteln und damit
gleichzeitig erste Schritte hin zu einer Institutionalisierung der
Bildwissenschaft zu unternehmen. [ weiterlesen]
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| Rezension
lehrerbibliothek.de
Bildwelten ersetzen zunehmend
Textwelten; schon sprechen wir vom Ende der Gutenberg-Galaxie ...
Schüler und Schülerinnen erfassen Bilder (vermeintlich) wesentlich
schneller als Texte. Bilder funktionieren auf vielen Ebenen
gleichzeitig, während sich der Text linear einlinig erschließt. – Es
verwundert mithin nicht, wenn das Bedürfnis nach einer umfassenden
›Bildwissenschaft‹ wächst. Dazu aber bedarf es des intensiven
Zusammenspiels verschiedener Disziplinen. Dieser voluminöse Sammelband
geht umfassend auf viele dieser Teilbereiche ein, bietet ebenso
Grundsätzliches (Teil 1)
wie Angewandtes (Teil 2) z.B. hinsichtlich der für uns alle alltäglich
bedeutsamen Computervisualistik; denn die Computer-Icons prägen
mittlerweile wesentlich unser Kommunikationsverständnis. – Der Band sei
allen empfohlen, die sich – in welchem Kontext auch immer –
grundsätzlich und intensiv mit Bildwelten auseinandersetzen.
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