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Michael Beuthner / Joachim Buttler / Sandra Fröhlich /Irene Neverla / Stephan Alexander Weichert (Hrsg.)
Bilder des Terrors - Terror der Bilder? Krisenberichterstattung am und nach dem 11. September
2003, 377 S., 83 Abb., englische Broschur, 240 x 170 mm

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3931606562 34.00 EUR

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Die Live-Aufnahmen der einstürzenden Türme des World Trade Center dokumentieren ein globales Krisenereignis von bislang ungekanntem Ausmaß � und sind zugleich ein Zerrbild der Mediengesellschaft: Einerseits wurden die Bilder des Terrors von den Medien rund um die Welt simultan übertragen und für das fassungslose Publikum kommentiert; andererseits drohte ihre massenhafte Verbreitung in unzähligen Variationen und Endlosschleifen in einen Terror der Bilder umzukippen. Diese Ambivalenz wirft wichtige Fragen zur Krisenberichterstattung am und nach dem 11. September 2001 auf: Unter welchen professionellen Umständen sind die Aufnahmen entstanden? Wie wurden sie in den Medien präsentiert? Und wie haben sie die anschließende Kriegsberichterstattung beeinflusst? Welche Wirkung hatten sie auf die Zuschauer? Wie prägen die Ikonen der Katastrophe unser historisches Bewusstsein?

»Bilder des Terrors � Terror der Bilder?« vereint interdisziplinäre Sichtweisen aus Kommunikationswissenschaft und Kunstgeschichte, Medienkultur und Angewandter Kulturwissenschaft, Politikwissenschaft und Kriminologie, Soziologie und Sozialphilosophie: Der Band rekonstruiert die Entwicklung von der besinnungslosen Echtzeit-Übertragung zur inszenierten Medienrealität über Täter, Retter und Opfer, zeigt Grenzen und Grenzerfahrungen im Nachrichtenjournalismus auf, analysiert Freund- und Feindbildkonstruktionen in der Krisen- und Kriegsberichterstattung und reflektiert die Ikonologie im Zeichen des 11. September.

Beiträge von: Michael Beuthner, Joan Kristin Bleicher, Joachim Buttler, Kathrin Fahlenbrach, Sandra Fröhlich, Elke Grittmann, Knut Hickethier, Hans Kleinsteuber, Friedrich Krotz, Karen Michels, Irene Neverla, Jan Philipp Reemtsma, Stefan Uhl, Reinhold Viehoff und Stephan Alexander Weichert

Reviews / Customer Reviews / Other Information
Rezension

medien & kommunikationswissenschaft, 53. Jg., 1/2005, S. 141-142
Insgesamt liefert die lehrreiche Publikation einen breiten Erkenntnisfundusn unterschiedlicher Disziplinen zum 11. September, dessen Halbwertzeit andere Veröffentlichungen zum Thema deutlich überdauern dürfte. (Auszug, Oliver Hahn)
 

Rezension

Zeitschrift für Kommunikationsökologie, 2/2003, 5. Jg., 87-89
Insgesamt bietet der vorliegende Sammelband ein breites Spektrum fundierter interdisziplinärer Analysen im Anschluss an die Berichterstattung der Terroranschläge vom 11. September 2001, wobei neben analysierenden Texten auch empirisches Material ausgewertet worden ist. Das Verdienst der Publikation liegt vor allem darin, dass umfangreichen Wissensbestände aus unterschiedlichen Disziplinen anschaulich vermittelt und in den Kontext des Buches gesetzt werden konnten. Ein weiterer Pluspunkt des Bandes liegt auch in der Vermittlungsleistung zwischen Theorie und Praxis. Neben normativen Leitbildern für eine angemessene Berichterstattung über Krisen und Konflikte werden auch die konkreten journalistischen Sachzwänge aufgezeigt, die unter den Extrembedingungen der Berichterstattung im Zuge der Anschläge auftraten. Insofern ist die Publikation »Bilder des Terrors - Terror der Bilder?« uneingeschränkt auch für diejenigen Leserinnen und Leser zu empfehlen, die nicht nur die Berichterstattung über den 11. September einordnen wollen, sondern darüber hinausgehende Anregungen und Kriterien für eine angemessene Form der Krisenberichterstattung erhalten wollen. [Gesamte Rezension lesen]
 

Rezension

journalist. Das Deutsche Medienmagazin, 3/2004, S. 65
Eine Zäsur
Die Live-Bilder vom einstürzenden World Trade Center haben sich als mediales Zeugnis des Terrors zum einen ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben. Mit ihren endlosen Wiederholungen drohten sie zum anderen selbst in einen Terror der Bilder umzukippen. Die Autoren dieses Tagungsbandes befassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Krisen- und Katastrophenberichterstattung im Zeitalter der Echtzeit-Übertragung, in dem die Bilder vom 11. September 2001 zu Ikonen wurden.
 

Rezension

Publizistik. Vierteljahreshefte für Kommunikationsforschung, Heft 1/2004, S. 108-110

Rezension

Auskunft, 24. Jg., 2004, Heft 2/3, S. 396
[...] nach der Lektüre dieses in bester Tradition aufklärerischen Buches sieht man jedenfalls Fernsehbilder mit anderen Augen. (Auszug, Rainer Unruh)
 


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