| About this book |
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Carsten Winter / Tanja Thomas / Andreas Hepp (Hrsg.)
Medienidentitäten. Identität im Kontext von Globalisierung und Medienkultur
2003, 400 S., 13 Abb., englische Broschur, 213 x 142 mm
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Die Globalisierung von Kommunikation, Kultur und Wirtschaft ist in aller Munde. Nun treten Fragen und Probleme in den Vordergrund, die sich durch den damit verbundenen, konkreten Wandel lebensweltlicher Kontexte ergeben. Vor diesem Hintergrund wird die Rolle der Medien bei der Identitätsartikulation zum Thema. Wie verändern alte und neue Medien Bedingungen und Voraussetzungen von Identität? Was bedeuten die Globalisierung der Medienkommunikation und die globale Kommerzialisierung medialer Ressourcen für die Identitätsbildung? Kann und wenn ja, wie in diesem Zusammenhang sinnvoll von Medienidentitäten gesprochen werden? Welche empirischen und theoretischen Forschungsergebnisse stehen Visionen von lokalen oder kosmopolitischen Identitätsbastlern in einem globalen medialen »Selbstbedienungsladen« gegenüber?
Der Band gibt einen Überblick über die interdisziplinäre Arbeit an diesen Fragen und führt in zentrale Diskurse aus der Sicht der Medien- und Kommunikationswissenschaft ein. Thematisiert wird die Rolle von Medien wie u.a. Fernsehen, Film, Printmedien und Internet in unterschiedlichsten Kontexten vor dem Hintergrund verschiedener Problemlagen und Theorien. |
| Reviews / Customer Reviews / Other Information |
Rezension
Publizistik, Heft 1, 2005, 50. Jg. S. 144-145
Mein kurze Darstellungen einzelner Beiträge weisen darauf hin, dass in
dem Band eine Vielzahl von theoretischen und empirischen Perspektiven
zur Erforschung mediatisierter Identitäten angeboten werden. An vielen
Stellen wird deutlich, wie hilfreich dieser Begriff bei der
Entschlüsselung medialer Phänomene der Gegenwart sein kann. (Auszug,
Rainer Winter)
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| Rezension
Neue Soziale Bewegung, Heft 3, September 2003, S. 129
Medien und Identität in der heutigen
Zeit sind kaum voneinander zu trennen: Denn viele der Strukturen,
Diskurse und Themen, die unsere Identität formen, so die These des
Sammelbandes, haben wir letztlich nur über die Medien internalisiert.
Deswegen seien gegenwärtige Identitäten - ob den Betreffenden bewusst
oder unbewusst - immer Medienidentitäten. Der Begriff verweist
(bislang) aber auf keine geschlossene Theorie. Die Herausgeber wollen
einen Beitrag leisten, sich mit dieser komplexen Problemlage
auseinander zu setzen.
Die theoretische Beschäftigung mit "Medienidentitäten" im Kontext von
Globalisierung und Medienkultur erfolgt im ersten Teil des Bandes. Der
zweite Teil beinhaltet Untersuchungen medialer Repräsentationen von
Identitäten in Zeitschriften, Filmen, Videos und Fernsehsendungen. Wie
Personengruppen mediale Identitätsangebote - bspw. Daily Talks, Daily
Soaps, aber auch Netz- und Computerspiele - in alltägliche
Identitätsartikulationen einbinden, thematisieren die Beiträge des
dritten Teils. Im vierten Teil "Identitätsarbeit: Risiken und kreative
Potentiale von Medienidentität" beschäftigen sich zwei Beiträge
explizit mit neuen sozialen Bewegungen. Jeffery Wimmer verknüpft in
"Identität der Gegenöffentlichkeit - Proteste gegen die Liberalisierung
des Welthandels" zwei Perspektiven der Untersuchung von Prozessen
kollektiver Identitätsbildung. Er setzt die Medienberichterstattung
über die globalisierungskritische Bewegung mit den Formen der
strategischen Nutzung medialer Ressourcen durch deren Akteure in
Beziehung. Mittels einer Analyse von Rahmenmustern verweist er auf die
komplexen, gesellschaftlich wie politisch vermittelten und maßgeblich
medial konstituierten Prozesse und Strategien kollektiver
Identitätsbildung in sozialen Bewegungen. Sebastian Haunss beschäftigt
sich in seinem Beitrag ›Kunstersatz mit Bekenntnischarakter. Politische
Plakate und kollektive Identität‹ mit den Praxen der kollektiven
Selbstvergewisserung durch Medien. Anhand von Plakaten der
Antiatomkraftbewegung und von antiimperalistischen Aktionsgruppen
untersucht er die vielschichtigen Funktionen von Plakaten
unterschiedlicher politischer Gruppen. nb
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| Rezension
Sozialwissenschaftliche Umschau, 2/2003, S. 291-292
Auf dieser Basis lassen sich etliche
Aufschlüsse gewinnen über die Veränderung der Bedingungen und
Voraussetzungen von Identität durch alte und neue Medien sowie über die
Auswirkungen globalisierter Kommerzialisierung im Mediensektor auf die
Tradierung und Veränderung von Kultur.
Für die Argumentation werden interdisziplinäre Zugänge gewählt, in
denen sich der Therien- und Methodenpluralismus der Medien- und
Kommunikationswissenschaft spiegelt. Insgesamt überwiegen eher
optimistische Einschätzungen und Potentiale globalisierter
massenmededialer Kommunikation für die Persönlichkeitsgenese, doch
werden Problematisierungen von Beschädigungs-, Verfalls- und
Störfaktoren keineswegs ausgeschlossen. Der Sammelband bezeugt eine
sorgfältige Editionsleistung, zu der nicht zuletzt gezielte
Literaturangaben und ein informatives Verzeichnis der Mitwirkenden
gehört. (Auszug, Bernhard Claußen)
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| Rezension
Medienimpulse, 46/2003, S. 91
Der Diskurs gibt einen Überblick, wie alte und neue Medien Bedingungen
und Voraussetzungen von Identität verändern, wie Globalisierung und
Kommerzialisierung die Medienkommunikation beeinflussen, wie mediale
Ressourcn zur Identitätsbildung beitragen und ob von Medienidentitäten
gesprochen werden kann.Die Rolle der Medien - Fernsehen, Film,
Printmedien, Internet, ... - wird interdisiplinär aus unterschiedlichen
Kontexten und vor dem Hintergrund verschiedener Problemlagen und
Theorien erörtert. Die empirischen und theoretischen
Forschungsergebnisse werden Visionen gegenübergestellt und versucht zu
erklären, ob es einen globalen, medialen Selbstbedienungsladen gibt.
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